Sphäre

Vor Kurzem stolperte ich beim Lesen einer Erzählung über das Wort Sphäre. Diesen alten Ausdruck habe ich lange nicht mehr gehört.

Wer die Halligen kennt, mag dabei an Theodor Storms Bild der „schwimmenden Träume“ denken: Die romantisch auf den Wassern gereihten Warften unter dem Himmelsgewölbe.

Sphäre

Das Wort Sphäre paßt aber auch gut zu diesem Foto von Donnerstag Morgen – über den Fluten des nächtlichen Landunters auf Gröde erwacht der Himmel mit der Verkündigung unserer mobil-technisierten Lebenswelt als moderner Menschen-Sphäre.

Für mich birgt die Idee der Sphäre vor allem eines: Die jeweils ganz persönliche Innenwelt des Betrachters, die sich beim Innehalten angesichts dieser morgendlichen Schönheit eines kleinen Stückchen Landes, um- und überspült vom Meer, weit öffnet wie ein Traumbild.

Diese Sphäre am Morgen machte mich für lange Augenblicke zum Tagträumer und zugleich zum Denker meines Traumes – ihn festhalten wollend. Doch so wie diese Sphäre unaufhaltsam in den hellen Tag überging, überblendete Alltag auch meinen Traum. Es blieb die Kraft seiner Idee zum Leben für diesen Tag.

Advertisements

Ein Kommentar zu “Sphäre

  1. Wunderschönes Foto und auch wunderschön geschrieben….
    Ein bisschen was von dem Gefühl hat sich übertragen… 🙂
    Danke schön dafür…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s