Heuernte gestern und heute

Da kommt unsere Rettung über den Langenesser Damm:

Dieses Jahr fand die Oländer Heuernte in Kooperation mit einem Langenesser Nachbarn statt und statt in mühevoller Kleinarbeit eckige Ballen pressen zu müssen, kam die große Rundballenpresse zu uns.

Eine Woche Sonne, wohl die einzige durchgehende Woche Sonne des Sommers 2012, und auf der Hallig lief alles rund. Ein prima Team, einige Tage und Nächte harte Arbeit ohne Pause und fertig ist die Heuernte. Naja, das hört sich nun doch einfacher an, als es ist…..

Dieses historische Foto hängt bei uns im Gemeindehaus. So sah die Heuernte auf Oland früher aus. Das Gras wurde mit der Hand gesenst, per Hand gekehrt, in Laken gepackt und alles mit Muskelkraft hoch auf die Warft gebuckelt. Ein Wahnsinn. Und das Wetter war sicher auch nicht immer besser…

Hier noch ein Bild aus dem privaten Fotoalbum der Familie, vermutllich aus den 1970 ger Jahren. Damals wohnten auf Oland noch einige Bauern mehr und die Helferschar war größer. Trotzdem hat die Heuernte die Halligleute fast den kompletten Sommer beschäftigt. Heuernte ist und war anstrengend und zeitaufwendig und der Wetterbericht wird und wurde zum Evangelium. Alleine geht garnichts- auch das hat sich nicht geändert.

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Die Kaninchenwette wird aufgelöst:

Und alle die auf „entzückendes kleines graues Kaninchen mit putzigen Öhrchen und Puschelpo“ getippt haben, sind Sieger.


Am 3.7.12 ist dieses kleine Tier geboren und da es als einzige aus dem Wurf von 6 Jungtieren überlebt hat, wussten wir lange nicht, ob es durchkommen wird.


Aber nun knabbert es schon erste Gräser, wird von Saphira perfekt bewacht und fängt an, seine Umgebung zu erkunden. Das Wildkaninchen muss nun erst mal draußen bleiben. Wir haben das kleine Kaninchen nun Lindti getauft, weil es so süß ist wie Lindt-Schokohase.

https://halligblog.wordpress.com/2012/04/17/zwischenstand-kaninchenwette/

Ente allein zu Haus

Vor gut 2 Wochen wurde diese kleine Reiherente aus ungeklärter Ursache von ihrer Geschwisterschar und den Eltern getrennt.


Sie rettete sich auf Oland in den Fething, ein Sammelbecken für Regenwasser, in der Mitte der Warft. Dieser Fething ist umzäunt und für Möwen unattraktiv, weil mitten zwischen den Häusern gelegen.

Da das Entchen erste wenige Tage alt war, rechneten wir ihm nicht viele Chancen zu. Damit haben wir es unterschätzt!


Obwohl Enten sonst so soziale Geschöpfe sind und eigentlich auch zur Thermoregulation Artgenossen brauchen, schwimmt diese tapfere Ente munter alleine in ihrem neuen Zuhause herum. Es ertaucht sich die Nahrung (vermutlich hauptsächlich Mückenlarven)alleine. Das Vögelchen putzt sich auf dem Ausstiegsbrettchen und wärmt sich bei den diesjährigen ständigen Gewittern und Starkregen in einem, mit Styropor isolierten, Rohrstück auf, welches wir ihm am Ufer aufgestellt haben. Vielleicht schläft es auch dort.


Inzwischen wird es von allen Oländern geliebt und bewundert. Wie gut, dass wir alle der großen Versuchung wiederstanden haben, es einzusammeln und zuhause zu pflegen. Eigentlich findet die Natur ihren Weg, ohne dass der Mensch eingreifen muss.
Reiherentenküken werden mit etwa 45-50 Tagen flügge. Hoffentlich wird dieser Beitrag eine Fortsetzungsgeschichte mit Happy End.
Kerstin Wend hat diese schönen Fotos gemacht und sie zur Verfügung gestellt. Vielen Dank, Kerstin!

Norderoog

Heute gab’s die erste Wattwanderung von Hooge nach Norderoog. Wegen der brütenden Seeschwalben war die Vogelhallig in den vergangenen Monaten für Wattläufer tabu. Diese erste Tour in der nun ausklingenden Brutzeit ist natürlich für Vogelgucker etwas ganz Besonderes, denn viele Vögel sind noch mit der Aufzucht des Nachwuchses beschäftigt.

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Brücken bauen auf Gröde

Bereits seit Anfang Mai baut eine Niebüller Firma zwei neue Brücken auf der Hallig. Die alten aus den 1950er Jahren waren so marode, daß die Dekra nur noch gravierende Mängel feststellen konnte. Eine ist inzwischen soweit fertiggestellt, daß wir Gröder sie schon befahren können. Bei der zweiten wurden heute die Betonfertigteile verlegt. Wir rechnen mit einem Ende der Bauarbeiten in ca. vier Wochen. Dann wird es für die Schafe wieder langweilig auf der Hallig. Alle weiteren Informationen zum Brückenbau auf Gröde 2012 gibt es hier: Aal mit dem Bagger gefangen