Literatur auf Langeness: Lesung mit Kari Köster- Lösche

Gestern Abend hat uns der Ortskulturring Langeness/Oland zu einer schönen Lesung im Gemeinderaum auf Langeness eingeladen. Kari Köster- Lösche, die einen guten Teil des Jahres auf Langeness lebt und überregional für ihre tollen historischen Bücher bekannt ist, hat aus ihren Buch „Die letzte Tide“ gelesen und sich anschließend den Fragen der 28 Zuhörer gestellt.


Für meine Nachbarin und mich stand erst mal eine kleine Loren- Fahrt zur Nachbarhallig auf dem Programm. Unser privates „Taxi“ ist auf dem Bild auch schon in Sicht. Auf Hallig– Lesungen kann man übrigens ohne weiteres in Gummistiefeln und mit verwehter Frisur erscheinen, fanden wir beide…


„Die letzte Tide“ ist der vierte Band einer Krimi – Reihe um den Wasserbauinspektor Sönke Hansen, der mit einer Langenesserin verlobt ist und der in diesem Fall im Jahre 1897 auf Sylt bei einer Hafeninspektion zu einen schaurigen Todesfall  gerufen wird. Es ist möglich, die Bände unabhängig voneinander zu lesen. Sie sind aber so schön, dass ich jedem empfehlen kann, von vorne anzufangen und Sönke und Jorke von Buch zu Buch mehr ins Herz zu schließen.
Kari Köster- Lösche im fast privaten Kreis ist ein echtes Erlebnis. Beim Vorlesen merkt man sofort, wie sehr sie für ihre beschriebenen Personen und Themen brennt. Gestern begeisterte sie besonders in der Rolle der Auguste Viktoria, Sönke Hansens Großtante… Wunderbar war auch, dass die Autorin Gegenstände dabei hatte und herumgehen ließ, die im Buch große Rollen spielen:  Ein Zählbrett, ein Ulu, ein Petschaft, Nähaccessoires und ein Notizbüchlein – alles aus verschiedenen beinernen Materialien. Das ist auch das Hauptthema dieses Buches, denn Sönke gerät in einen Fall, in dem es um illegale Geschäfte mit wertvollen Kunstgegenständen geht.


Die Zuhörer waren alle beeindruckt, wie gut die Autorin recherchiert und vor allem, mit welchen Methoden sie das tut- denn diese hat sie uns anschließend verraten. Viel Handarbeit und wenig Internet scheint der Trick zu sein!
Detaillierte Bilder der gestern gezeigten Gegenstände, viel Hintergrundwissen und eine vollständige Bibliographie aller Werke der Autorin finden sich auf ihrer Homepage:
http://home.arcor.de/koeloe/
Ich freue mich jetzt schon auf den neuen historischen Krimi „Der Tote am Hindenburgdamm“, der im Dezember erscheinen wird. Und bei der nächsten Lesung bin ich wieder dabei!

Neues Make-up für unsere alte Schönheit

In der Oländer Kirche von 1824 nagt heftig der Zahn der Zeit mit salzigem Gebiss.

Zu unserem großen Glück, können wir unsere schöne Kirche touristisch nutzen. Sie ist immer offen für uns und unsere Gäste, die dort auch außerhalb der Gottesdienste verweilen dürfen. Alle geführten Reisegruppen besichtigen die Kirche und bewundern die alten Gegenstände, die dort hängen und zu gedanklichen Zeitreisen einladen. Viele Besucher danken den Genuss, in dem sie am Ausgang das Kästchen für eine Spende nutzen.

Hier kann man jetzt direkt sehen, wo die Spenden des Sommers gebraucht werden:

Unser handwerkliches Multitalent Lorenz ist fleissig und bewegt Spachtelmasse, Farbe und Leiter bis zum Abend. Er lässt sich auch nicht durch die riesige Fläche aus der Ruhe bringen, die noch vor ihm liegt.

Vorsichtig bewegt er sich zwischen den Kunstgegenständen. Hier sieht man unser Votivschiff von 1733 im Vordergrund hängen. Wie ich finde, ist es das schönste seiner Art an der hiesigen Küste.

Auch auf der Wandseite mit den wunderbaren Apostelfiguren aus dem 15. Jahrhundert wird noch frische Farbe aufgetragen. Und dann wird unsere alte Schönheit in neuem Glanz erstrahlen. Wir freuen uns schon darauf und bedanken uns recht herzlich bei allen Spendern und Unterstützern. Es lohnt sich, diesen Ort zu erhalten, denn eine besondere Magie wohnt in ihm.