Landunter

Nach dem letzten Nachthochwasser mit heftigem Wind stand das Meer wieder vor der Tür.

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Der Festlandstag – im Winter für die Hooger nur am Donnerstag möglich, weil an diesem Tag morgens und abends die Fähre kommt – fällt damit ins Wasser. Die Reederei bietet eine spätere Fahrt gegen Mittag an, aber wir kommen nicht mit dem Auto zum Anleger, weil sich auf den Wegen noch die Nordsee breit macht. (Es soll jedoch wild entschlossene Halligleute geben, die sich in ihre Wathosen stürzen, um dieses Schiff zu bekommen).

Das Wasser hatte diesmal auch ein paar dicke Eisbrocken im Gepäck, die an einigen Stellen Spuren hinlassen haben.

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Landunter verändert den gewohnten Anblick der Hallig so radikal, wie der erste Schnee. Irgendwie bleibe ich doch immer wieder am Fenster hängen, wenn gleich vor der Küche ein paar hübsche Meeresenten vorbeiplätschern. Und als heute morgen die Sonne aufging, hatte das ganze Gedröhne, Pfeifen und Hyperventilieren für einen kurzen Augenblick Pause – als hätte das Universum einmal tief in den Bauch geatmet.

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6 Kommentare zu “Landunter

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