Bilder von der Hallig Langeneß

Moin, moin liebe Halligfreunde,

mein Name ist Helmut. Ich bin ‚der Neue‘ und vertrete von nun an -so gut es geht- die Hallig Langeneß in diesem Hallig-Blog. Leider bin ich kein waschechter Halligbewohner, aber sehr häufig hier, ich liebe dieses einzigartige Fleckchen Erde, die Halligmenschen, die wundervolle Natur und das Meer so sehr, dass ich gerne ab und an darüber berichten möchte. Mein Hobby ist die Fotografie, deshalb werde ich hier mehr Bilder als Worte sprechen lassen.

Beginnen möchte ich mit einem Gruß zur Nachbarhallig Hooge. Die Aufnahme zeigt die Bockwindmühle der Ketelswarf vor den Warften der Hallig Hooge.
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Sehr früh im Januar trafen bereits die ersten Ringelgänse auf Langeneß ein, hier ein Schnappschuß vom 17. Januar 2013:
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Bei einer Wattwanderung von Langeneß zur Hallig Oland entstand im Februar dieses Bild: „Blick zurück zur Hallig Langeneß“  (Neuwarf bis Mayenswarf, etwa mittig die Hunnenswarf)2013-02-19_2492-3

 

Zuletzt noch eine Nachbetrachtung zum diesjährigen Biikebrennen auf Langeneß: 2013-02-21_2542 2013-02-21_2563 2013-02-21_2547a

 

Das wars fürs Erste, recht herzlichen Dank noch an Angelika und Jennifer! Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Euch. In diesem Sinne, moin, moin.

Nebelbogen

Heute Morgen haben Nebel und Sonne heftig miteinander gerungen. Dabei entstand vor unserem Küchenfenster am Himmel eine Art Regenbogen aus weißem Licht. Ich habe ein Foto davon auf meinem Facebook-Profil gepostet und von dem Flensburger Fotografen Bernt Hoffmann, der sich mit allen Wetterphänomenen, die man am Himmel beobachten kann, bestens auskennt, erfahren, dass es sich um einen Nebelbogen handelt. Das sieht man wohl nicht so häufig. Und deshalb hier – voilá: mein erster Nebelbogen hinter einem Haufen Treibsel vom letzten Landunter.

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Historisches von der Hallig Oland

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Vor einigen Tagen bekam ich eine sehr nette Email. Beim aufräumen seien Fotos von 1950 von einem Ferienaufenthalt auf Oland gefunden worden. Ob ich Interesse hätte oder ob man sie in den Papierkorb werfen solle, stand da geschrieben. Meine Antwort darauf kam sehr spontan… Und ebenso schnell hatte ich die wunderbaren Fotos in der Hand.

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1950, das war auf Oland die Zeit, in der man noch das Wasser aus dem Brunnen holte und keinen Strom hatte. Man fuhr mit Tante Magdas legendärer Segellore und bei Gegenwind musste man schieben.

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Bei der Heuernte wurden keinerlei Maschinen eingesetzt. Jedes Fitzelchen Heu wurde per Handarbeit gemäht und gewendet und anschließend in Laken verpackt.

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Die gastgebende Familie hatte ein Pferd, um das Wägelchen mit den Heulaken zu ziehen. Allerdings wurde mir erzählt, die Bäuerin konnte diese riesigen Bündel auch auf dem Kopf transportieren.  Nachkommen dieser Familie leben noch auf Oland und so erfuhr ich im Gespräch eine Menge über die Familie auf den Bildern. So z.B. dass Mann, Pferd und Hund Kriegskameraden waren und gemeinsam heimkehrten.

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Die schmucke friesische Tracht war eine für den Festtag und die Großmutter auf diesem Bild erst 54 Jahre alt. Sie verstarb in den 1970 ger Jahren und ihr Grabstein steht noch an der Kirchhofsmauer auf dem Oländer Friedhof. Bisher war ihr Name für mich nur irgendeiner, aber nun ist mir ihre Geschichte näher gerückt und ein Stückchen mehr erzähltes Leben ist in meinem Bewusstsein angekommen.

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Mein herzlicher Dank geht an Frau D. Schloz, die so bedacht war, diese Bilder so liebevoll weiter zu reichen. Ich werde sie nun aufbewahren und bei Interesse gerne zur Verfügung halten.
Die Bilder sind von mir abfotografiert und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der betreffenden Familie wurden hier absichtlich keine Portraits von noch lebenden Angehörigen verwendet und keine Namen genannt.