Nachwuchs bei Familie Sandregenpfeifer

Diese wunderschönen Fotos und den Bericht dazu bekam unser Halligblog freundlicherweise von Andi von der Schutzstation auf Langeness zur Verfügung gestellt. Danke dafür, Andi. Wir konnten die Vögel übrigens vom Deich aus beobachten und mußten das Brutgebiet nicht betreten.

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„Während des letzten Brutvogelkartierungstermin auf Oland, kamen Angelika und ich in den Genuss, vier frischgeschlüpfte Sandregenpfeiferküken beobachten zu können.
Sandregenpfeifer brüten jährlich mit 3-5 Paaren auf Oland und dieses Paar hat es erfolgreich geschafft, vier Küken das Licht der Welt erblicken zulassen.

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Leider gilt dieser Vogel in Deutschland vom Aussterben bedroht und ist in Kategorie 1 der Roten Liste aufgeführt. Die bevorzugten Brutplätze schwinden immer mehr, somit ist der Sandregenpfeifer gezwungen, sein Verbreitungsgebiet zu verlagern. Auf Oland brüten diese Vögel gerne auf den Steinkanten oder auf Flächen mit gestörter Vegetation, in Muschelschill oder Kies.
Diese vier Küken dürften erst wenige Stunden alt sein, machen sich aber sofort selbstständig auf Nahrungssuche, allerdings immer unter Aufsicht der Eltern.
Bei Gefahr verschwinden alle Vier unter die schützenden Flügel eines Elternteils.

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In drei bis vier Wochen sind die Jungtiere flügge und können dann ein erfülltes Leben führen, welches bis zu 11 Jahren andauern kann, vielleicht sogar darüber hinaus.
Wir wünschen den Eltern viel Erfolg bei der Aufzucht ihrer Jungen!

Andi von der Langeneßer Peterswarf“

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4 Kommentare zu “Nachwuchs bei Familie Sandregenpfeifer

  1. Achja, die kleinen Sandregenpfeifer. Die gab es auf Oland auch. Ein Paar auf den Sandhaken bei Schausende und ein Paar in der Nähe der Feuchtwiese. Leider musste ich von denSandhaken immer wieder Menschen vertreiben. Wer weiß ob da ein Gelege zertrampelt wurde.

  2. Ist denn das Brutgebiet auf Oland das natürliche oder ist das ein verlagertes? Und wie sieht das natürliche aus, wenn dies ein verlagertes ist- und umgekehrt?

  3. Das natürliche Habitat wäre ein, nicht von Menschen genutzter, überflutungssicherer Strand mit Kies oder festem Sand. Das ist alles drei auf Oland nicht gegeben. Hier hat jetzt z.B. der Brutversuche auf der Steinkante nicht geklappt, weil ein erhöhter Wasserstand alles weggespült hat. Ich hatte Hoffnung, weil der Tourismus spät begann in diesem Jahr, das Gelege (ganz ganz schwer zu sehen auf Stein) nicht zertreten wurde und die Leute auch alle brav ihre Hunde an der Leine hatten. Das erfolgreiche Brutpaar nutzte eine letztjährig spät gemähte Wiese (also mit niedriger Vegetation) und konkret einen Grabenübergang, den wir mit Kies aufgefüllt hatten, damit der Mähtrecker dort fahren kann. Gemäht wird ja auf Oland erst nach der Brutzeit, also glückte das. Menschliche Strukturen können hier also sogar ihren Zweck erfüllen und somit ist also ein Vogel der sich im April einen Brutplatz an einem späteren Badestrand oder den Parkplatz der Surfschule aussucht, nicht unbedingt doof, sondern nur in Nöten. Wir Menschen haben uns ganz schön breit gemacht überall…

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