Biike 2016 auf Gröde

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Regen bestimmte den Sonntag, den Tag unseres Biike-Feuers auf Gröde.
Und doch schien es plötzlich, als zucke er zusammen — ließ ein wenig nach, von oben fallend zu fallen und zu fallen, als die ersten scharfen Flammen sich aus unserem Biike-Haufen hervorwagten, bald dann hervorschossen, heißer und immer heißer lodernd das nasse Holz ertasteten, beleckten, trockneten und schließlich entzündeten: eins ums andere als Nahrung gierig erst zu umschlingen, wild entschlossen, alles Wasser daraus in Dampf zu verwandeln, um es alsdann heißhungrig zu verschlingen.
Und, man kann es sich so ausmalen: Auch des Himmels Wasser verjagten die mächtig genährten Flammen dann mit Gluthitze und stürmendem Feuergebrüll, immer lauter brüllend, glühender, inbrünstiger — und mit diesem leidenschaftlichen Schauspiel zugleich die faszinierten Augen von uns Menschen bannend, als schauten wir tief in unser Seelenfeuer.

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Sommerlandunter

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Nach einem sonnigen Tag mit mächtig viel Wind zogen gestern, 8. Juli 2015, am späten Nachmittag immer dickere Wolken über Gröde und das Wattenmeer hinweg, und die aufgepeitschte Nordsee machte schon Stunden vor Hochwasser klar: Heute Abend gibt es Landunter. Nachmittags holten wir die Schafe nach Hause auf den Deich und dann die Rinder von Appelland an die Warft. Kurz bevor dann die Hallig unter Wasser ging hieß es auch für sie: Ab auf die Warft. Alle Tiere hoch und trocken. Für die jungen Möwen, Austernfischer und anderen Seevögel jedoch ist dieses Sommerlandunter eine Katastrophe: Viele können noch nicht fliegen und werden es wohl nicht überleben.

Viele Grüße, Jürgen (www.kolk-hallig-groede.de)

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Biike auf Gröde

Biikebrennen am 21. Februar 2014 auf Gröde ist zwar schon ein paar Tage her, aber der Abend gestaltete sich so wunderschön, dass nicht nur ich, sondern auch andere Gröder, Familienbesuch und Gäste sich gerne daran erinnern. Im Laufe des Nachmittags wuchs unsere Biike in die Höhe, während es noch regnete. Jeder fand noch etwas Gestrüpp, Kartons oder alte Bretter. Rechtzeitig vor dem Anstecken hatte der Himmel dann ein Einsehen und hörte mit dem Regen auf – zur Freude aller! Schmalzbrote und Glühwein wärmten uns Bauch und Seele, das Feuer ließ die Gesichter leuchten, und gemeinsam hatten wir es gut.

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Eisige Tage – auch auf Gröde

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Zwischen diesem und dem nächsten Foto liegen nur fünf Tage. Alles begann mit ein paar Eiszapfen. Nach dem bisher regnerischen Winter war die Kälte neu und erfrischend – und endlich trocken. Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Der Wind drehte auf Ost und brachte Frost. Er blies immer stärker und die Temperatur sank bis auf -9° Celsius. Innerhalb kurzer Zeit bildete sich auf den Prielen Eis. Sogar auf der Nordsee rund um Gröde schwimmt Eis. Die MS Seeadler hat es Sonntag gerade noch einmal nach Gröde geschafft. Montag morgen dann erneut bitter kalt, dazu Schneefall. Mit dem Schnee wurde es jedoch auch ein bischen wärmer, aktuell gerade noch eben unter Null. Die Schafe kriegen Wasser und Heu auf der Warft. Sie dürfen tagsüber auf die Salzwiesen, nachts jedoch bleiben sie auf der Warft. Die Versuchung für sie, über die zugefrorenen Priele zu laufen, ist doch zu groß.

Sabine und ich schicken Euch ein paar winterliche Impressionen von Gröde. Lasst es Euch gut gehen! Jürgen

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Xavers Abschied auf Gröde

Xaver hatte sich beruhigt und ist Samstag morgen zufrieden und ohne Murren abgezogen, aber nicht ohne seinen eindeutigen Eindruck zu hinterlassen. Die Schäden sind unübersehbar. Nicht nur an unserem Dach hat er genagt. Auch die anderen Reetdächer sind in Mitleidenschaft gezogen worden, wenn auch nicht stark.

Stärker sind die Schäden an der Westseite von Hallig Gröde. Hinter dem neuen Steindeich, den wir im Sommer gebaut haben, konnten viele Grassoden dem lang anhaltenden Sturm nicht standhalten. Sie lagen noch nicht lang genug dort, um sich fest mit dem Untergrund zu verwurzeln. Ein Stück des inneren Steindeiches (wir nennen es den Igel) ist komplett aufgerissen. Dahinter liegen hunderte der großen Steine auf dem Land, wie auf einem Trümmerfeld.

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Sabine konnte ihren 50sten Geburtstag feiern! Mit allen Gästen und einem großen Fest! Einen erleichterten Dank an Xaver! Und herzlichen Dank an alle, die beigetragen haben, die weite Anreisewege auf sich genommen und Sabine und Jürgen und die anderen Gröder mit guter Laune und guten Gesprächen erfreut haben. Ein besonderer Dank gilt unserem Kapitän, der mit seinem Schiff dieses schöne Fest überhaupt erst ermöglicht hat!

Brücken bauen auf Gröde

Bereits seit Anfang Mai baut eine Niebüller Firma zwei neue Brücken auf der Hallig. Die alten aus den 1950er Jahren waren so marode, daß die Dekra nur noch gravierende Mängel feststellen konnte. Eine ist inzwischen soweit fertiggestellt, daß wir Gröder sie schon befahren können. Bei der zweiten wurden heute die Betonfertigteile verlegt. Wir rechnen mit einem Ende der Bauarbeiten in ca. vier Wochen. Dann wird es für die Schafe wieder langweilig auf der Hallig. Alle weiteren Informationen zum Brückenbau auf Gröde 2012 gibt es hier: Aal mit dem Bagger gefangen