Kuchen für die Sternenbrücke

Gestern vormittag duftete es auf Gröde nach Kuchen, in allen Küchen auf der Knudtswarft wurde gebacken. Als dann mit dem ersten Wasser fast zeitgleich die MS Rungholt und die MS Eilun anlegten, war die Kuchentafel bereits reich gedeckt:

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Bei allerschönstem Wetter durfte dann Kuchen gegessen und Kaffee getrunken werden für einen guten Zweck: jedes Jahr am „Tag des Engels“ ruft das Kinderhospiz „Sternenbrücke“ in Hamburg zu Unterstützungsaktionen auf. Und da wir alle auf Gröde diese Einrichtung sehr unterstützenswert finden, gab es bei uns an diesem Tag duftende Köstlichkeiten gegen eine Spende für das Hospiz. Und ganz offensichtlich waren die Gäste mit uns einer Meinung: Genau 425 Euro kamen zusammen und sind bereits überwiesen! DANKE an alle die gebacken und verkauft, gegessen, getrunken und gespendet haben! DANKE besonders auch an Uwe Petersen und Bandix Tadsen, die unsere Aktion schon an Bord ihrer Schiffe beworben und uns so viele kuchenhungrige Gäste gebracht haben, sowie Rolf Suppe, der die Gäste der Adler V zu uns geführt hat!! Es war ein sehr schöner, lebendiger, fröhlicher Nachmittag der uns viel Spaß gemacht hat.

PS: Wer die Sternenbrücke noch nicht kennt, findet Informationen im Internet unter http://www.sternenbruecke.de.

Ringelgansrallye auf Hallig Oland

Die Ringelganstage finden zwar theoretisch auf allen Halligen statt, aber dieses Jahr hatte die kleine Halllig Oland das erste mal einen spektakulären Auftritt im Festprogramm. Die Preisträger des Malwettbewerbes wanderten von Langeness nach Oland und machten mit den Mitarbeitern der Schutzstation Wattenmeer und der Nationalparkverwaltung eine tolle Rallye rund um die schönste aller Gänse.

IMG_0013Die Station, bei der um es um den Nachwuchs der Ringelgans ging, war bei uns auf dem Hof und ich konnte lauschen und genießen. Die Oländer wußten, dass 70 Kinder auf der Hallig herumspringen würden. Aber vermutlich hat niemand geahnt, wie zivilisiert und nett sowas ablaufen kann.

IMG_0015Überall Grüppchen lauschender und interessierter Kinder… Und echte Ringelgänse waren natürlich auch eine Menge da, nämlich im Moment etwa 2000 Tiere. Ich finde, Gänse und Kinder sollten Oland dauerhaft besiedeln!

IMG_0016Danke an Thalea und ihr Team. Das habt ihr super gemacht. Kommt die Rallye mal wieder nach Oland? Das würde mich sehr freuen.

 

Heulerzeit

In den letzten Tagen sind an der Westküste viele Heuler gefunden worden, die durch den Sturm von ihren Müttern getrennt worden sind.

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Heute war Oland dann mal dran. Und unsere beiden Kandidaten hatten sich auch noch die denkbar doofste Stelle zum stranden ausgesucht – die Kaimauer am Hafen, wo sich der Spaziergängerstrom an dem Brückchen kanalisiert und auch wirklich jeder vorbeikommen muß.

Der Seehundjäger, besser Seehundbeauftragte, war schon informiert, das Areal provisorisch mit Weidezaunband abgesperrt. Und was ist passiert? Gäste sind über die Absperrung gestiegen um mal von ganz nah zu gucken. Über so etwas kann ich dann nur den Kopf schütteln. Und wieder hinflitzen um zu erklären….zu reden, zu diskutieren….

Die armen beiden erschöpften Heuler wurden kurze Zeit nach dem Fund plangemäß vom Seehundjäger eingesammelt und begutachtet. Wenn so ein Heuler gesund ist und „nur“ hungrig und dehydriert, wird er in der Seehundstation Friedrichskoog aufgenommen. Für die Entscheidungen unseres Seehundjägers lege ich meine Hand ins Feuer. Er ist gut ausgebildet, sehr erfahren und immer fair zu den Tieren.

Meine Bitte an alle Gäste an den Stränden der Nordsee: Wenn sie einen Heuler finden, halten sie bitte großräumig Abstand und benachrichtigen sie per Telefon die zuständigen Stellen. An der Küste kennen auch Naturschutzstationen, Kurverwaltungen oder Bürgermeister die mobilen Nummern der Seehundjäger. Manchmal wird so entschieden, dass die Seehunde noch eine Tidezeit liegenbleiben sollen, denn oft werden sie von der Mutter wieder abgeholt. Deshalb heulen die Lütten, damit sie von den Müttern gefunden werden und nicht weil sie von Spaziergängern belagert werden wollen. Denn wenn man als große bunte menschliche Horde um das Tier herumsteht, traut sich auch die mutigste Seehundmutter nicht mehr näher… Anfassen ist natürlich sowieso nicht richtig. Wir können menschliche Krankheiten auf die Tiere übertragen und deshalb tragen die Seehundjäger auch Handschuhe.

Unseren beiden Oländer Heulern wünsche ich alles Gute!

 

Ostereier aus dem bunten Auto

Am Mittwoch ist für die Oländer immer der Tag der vollen Kühlschränke, denn die bestellte Ware wird geliefert. Alles was vorher per Mail oder Fax von unseren Gästen und uns bestellt wurde, wird vom Edeka Niebüll nach Dagebüll gebracht und dort auf die Lore nach Oland gestellt und rübergefahren.

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Jetzt vor Ostern war es dann doch so viel, dass der Tieflader vom Küstenschutzamt benutzt werden mußte. Ove Lücks Auto sieht übrigens ganzjährig so aus wie ein fröhliches und qietschebuntes Osterei. Diesmal hat Ove die Ware auch noch höchstpersönlich ausgefahren und wir konnten ein paar Neuigkeiten austauschen.

Das ganze Edeka Lück Team hat ein großes Lob für den tollen Service verdient!

IMG_0282Auf Oland kommen dann alle Besteller mit ihren Schubkarren angerollt und sammeln ihre Waren ein. Dabei wird meist noch ein bißchen erzählt und so fühlt es sich fast an wie ein echter Einkauf, nur dass man nicht den ganzen Tag am Festland dafür vergondeln muß.

Ich wünsche allen Halligern, Gästen und Edeka Lück Mitarbeitern ein paar schöne freie Ostertage!

 

Ein neues Buch mit Halligthemen

Im Gmeiner Verlag erscheint morgen ein neues Buch und ich bin ganz stolz, dass es heute schon neben meiner Kaffeetasse liegt. Es heißt Viel Meer- Nordfriesische Inseln und Halligen und Andrea Reidt hat es geschrieben. Beim recherchieren fand sie unser Warftworte Blog und mochte es; so sind wir im Buch als Lesetipp auf Seite 163 erwähnt. Vielen Dank dafür!

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Im Buch werden Lieblingsplätze und kleine Ausflüge auf einer Seite kurz beschrieben, auf der anderen Seite findet sich dann immer ein dazu passendes Foto und Kontakt- und Infoadressen.

Für „unsere“ Halligen schlägt sie durchaus passende Dinge vor: Wattwandern nach Lüttmoor, länger bleiben auf Gröde, sich von der großen Meute entfernen auf Langeness und Löffler gucken im Hauke- Haien- Koog (der sich am Festland befindet) für Oland. Wer war da für wohl die Informantin 🙂 Achso, Hooge. „Wie halten die 113 Halliglüüd das bloß aus?“ (den Tagestourismus) und „Wie zählt man Ringelgänse, ohne verrückt zu werden“ ( Jenny?).

Ich möchte auch noch die wunderschönen Vogelfotos von Peter Hering auf Föhr erwähnen. Seine Seite wollte ich hier schon mal lange mal verlinken, weil ich sie so toll finde. Deshalb hier der Weg zu seinen Löfflerbildern

Die Bestelldaten zum Buch: ISBN 978-3-8392-1554-8 für 14,99, 185 Seiten im Gmeiner Verlag